Ihr merkt schon, in letzter Zeit dreht es sich hier häufiger um die Fotografie
Und aus akutellem Anlass, da mich das Thema “Filter in der Fotografie” momentan beschäftigt, hier meine Erkenntnisse, die ich zusammentragen konnte. Vielleicht hilft es ja auch dem einen oder anderen von euch.
UV-Filter: Ein UV-Filter hat die Aufgabe, ultraviolettes Licht abzublocken. Dieses für das Auge unsichtbare Licht wird, da Objektive nur für sichtbares Licht korrigiert sind, infolge chromatischer Abberation (d.h. Licht unterschiedlicher Farbe trifft sich nicht in einem Punkt) unscharf abgebildet. Dies hat einen blauen Farbstich und Bildunschärfen zur Folge. Heute jedoch braucht man diesen Filter nicht wirklich, da das Glas der Objektive das UV-Licht genausogut sperrt.
Skylightfilter: Ein Skylightfilter ist ein leicht Rosa-Filter, der ein Zuviel an Blau dämpft bzw. dämpfen soll und so für eine geringfügig wärmere d.h. rötlichere Farbwiedergabe sorgt.
Schutfilter: Ein Schutzfilter ist ein Stück Glas vor der Frontlinse des Objektivs, welches das Objektiv prinzipiell vor Kratzern schützen soll. Allerdings ist die Verwendung aus mehreren Gründen umstritten, unter anderem kann es mit der Verwendung eines solchen Filters bei sehr hellen Lichtquellen (Sonne, nachts Straßenlaternen, etc.) zu Reflektionen zwischen Frontlinse und Filterrückseite kommen, was zu Geisterbildern der hellen Lichtpunkte führt.
Polfilter: Der Effekt des Polfilter besteht darin, dass er – (am besten) rechtwinklig zur Sonne eingesetzt – Reflexe von Pflanzenblättern entfernt und die Pflanzenfarben kräftiger wirken lässt. Auch der sonst eher blasse Himmel (blass durch Reflexe der Luftfeuchtigkeit) wird tiefblau und strahlend. Spiegelungen von Fensterscheiben werden “gelöscht”. Nur Reflexe von Metallen kann ein Polfilter nicht beeinflussen, da sie keine “Richtung” haben. Ein Polfilter besteht aus zwei Teilen. Er hat hinten ein Schraubgewinde fürs Objektiv und der vordere Teil mit dem Filterglas ist frei drehbar. Für jedes Foto aus einer anderen Richtung muss der Polfilter neu ausgerichtet werden. Der Filter hat keine Neutralstellung, er funktioniert also immer mehr oder weniger und muss abgenommen werden, wenn der Effekt unerwünscht ist. Der Polfilter kostet bei Verwendung zwei Blendenstufen Licht, d.h. man muss mit längeren Belichtungszeiten rechnen.
Graufilter: Ein Graufilter verschluckt nur eintreffendes Licht ohne Farbstiche zu verursachen. So ist es möglich, Motive länger zu belichten, ohne sie überzubelichten. Fließendes Wasser bei strahlendem Sonneschein kann man mit diesem Filter solange belichten, dass das Wasser aussieht wie Milch durch die Bewegungsunschärfe. Ein belebter Marktplatz erscheint durch die mit dem Filter extrem lange Belichtungszeit von mehreren Minuten scheinbar von Menschen entleert, da alle Bewegungen zu Wischern werden und schließlich vom Licht der stehenden Objekte überstrahlt werden. Graufilter gibt es in mehreren Abstufungen.
Grauverlaufsfilter: Mit einem Grauverlaufsfilter kann man überhelle Motivbereiche mit einem sanften Übergang abdunkeln. So wird z.B. ein sonst überstrahlter Himmel wieder blau und die Wolken treten hervor.
Farbfilter / Farbverlaufsfilter: Gibt es in verschiedenen Farben und färben die Bilder in der entsprechenden Farbe ein. (Hier ein schönes Beispiel für die Verwendung eines Farbverlaufsfilters in “Tabak”.)
Gitter- oder Sternfilter Dieser Filter funktioniert durch mehrstrahlige und mehrfarbige Spaltung von hellen Lichtquellen. Mit Hilfe von feinen Gitterlinien wird der Stern-Effekt erzeugt. Es gibt Sternfilter die 4,6,8 oder Arme produzieren.
Infrarotfilter: Ein IR-Filter ist ein Spezialfilter für die Infrarotfotografie. Wenn nur noch das Licht im nahen Infrarotbereich fotografiert werden soll, muss das Licht aller anderen Farben ausgesperrt werden. Ein IR-Filter erscheint daher nahezu schwarz und die benötigte Belichtungszeit steigt stark an, so dass meistens ein Stativ notwenig ist. Hinzu kommt, dass alle Digitalkameras einen IR-Sperrfilter eingebaut haben, um Infrarotlicht fernzuhalten. Dieser eingebaute Filter verlängert die Belichtungszeit weiter, da er kaum infrarotes Licht durchlässt.
(Quellen: dslr-Forum.de, fotolaborinfo.de)
Habt ihr schonmal solche Filter benutzt bei der Fotografie? Wenn ja, welche? Haben sie den gewünschten Effekt gebracht oder wart ihr enttäuscht?
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